Herzlich Willkommen bei der Kreisjägerschaft (KJS) Rhein-Sieg e.V.

Hier werden Sie über unsere Aktivitäten sowie über aktuelle Neuigkeiten rund um die Themen Jagd, Wild- und Naturschutz auf dem Laufenden gehalten.

Gerne stehen wir Ihnen für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Bitte schreiben Sie uns eine E-Mail oder nutzen Sie einfach das Kontaktformular.

Nachruf Professor Dr. Eckart Körner

Die Kreisjägerschaft Rhein-Sieg e.V. trauert um einen erfahrenen, aktiven und hochkompetenten Jagdkameraden.

Professor Dr. Eckart Körner verstarb am 24. November 2021.

Der engagierte Hundeführer leitete viele Jahre den Hegering "Siebengebirge", dort lag sein besonderes Augenmerk auf der Hundearbeit, die er interessiert und sachkundig förderte. Zusätzlich stand er mit seiner Expertise der Kreisjägerschaft Rhein-Sieg e.V. mit Rat und Tat zur Seite.

Die KJS verliert mit Herrn Professor Dr. Körner einen tüchtigen, offenen und hingebungsvollen Jagdkollegen.

Unsere Gedanken sind bei der Familie des Verstorbenen. Wir wünschen ihr Kraft und Stärke in dieser schweren Zeit.

 

Elisabeth Trimborn

Vorsitzende der

Kreisjägerschaft Rhein-Sieg e.V.

Jägerausbildung Lehrgang 2021 / 2022

Foto Jäger

Die Kreisjägerschaft Rhein-Sieg bietet auch in diesem Jahr wieder den Lehrgang zur Jägerausbildung an.

 

Interessierte können sich auf unserer Homepage im Menü unter "Jägerausbildung" über die Lehrinhalte und den Ablauf informieren.

 

Weiterhin sind alle Interessierte eingeladen, sich zum Info-Abend am Freitag, den 10. September 2021 anzumelden.

Jägerausbildung im digitalen Wandel

Die Jagd erforderte von Anbeginn immer einen Anpassungsprozess des Jägers an veränderte Lebensbedingungen, an eine veränderte technische Ausrüstung und an die sozialen und kommunikativen Fähigkeiten.

 

Aktuell zeigt hier die Kreisjägerschaft Rhein-Sieg e.V. ihren innovativen Einsatz. Traditionelle Vorgehensweisen unterliegen in der Jungjägerausbildung im Zeichen der Coronakrise einem Veränderungsprozess. Overheadprojektoren und Folien wurden bereits durch Powerpointpräsentationen ersetzt, Frontalunterricht durch Online-Schulungen.


Ausbilder Klaus Oehlmann beim digitalen Unterrichten

Deutlich wird das flexible und kompetente Potential der Ausbilder, um die Jungjägerausbildung auch unter Lockdownbedingungen reibungslos zu garantieren. Mit vereinten Kräften haben die Tutoren in Zusammenarbeit mit IT-Spezialisten, unter der Führung unseres sehr geschätzen Ausbildungsleiters Klaus Oehlmann Voraussetzungen geschaffen, die einen problemlosen Online-Unterricht ermöglichen.

 

Tatkräftig und pragmatisch unterstützten Marcel Wipprecht und Franz Trimborn mit ihren technischen Kenntnissen den Einkauf und die Installation der Hard- und Softwarekomponenten, was durch die coronabedingten Lieferengpässe nicht immer so einfach war. Trotzdem gelang es schnell und kurzerhand, die neuen Räumlichkeiten der Kreisjägerschaft Rhein-Sieg e.V. in Lohmar in ein aktives und funktionsfähiges Schulungszentrum zu verwandeln.

 

Von Beginn an liefen die Online-Schulungen ohne technische Probleme und wurden von den Jungjägern sehr gut angenommen. Jeder kann von Zuhause aus dem Lehrplan folgen, genau so, wie es die Lockdownbestimmungen vorschreiben.

 

Durch die Verschiebung des Prüfungstermins in den Juni 2021, kann nach Beendigung des Lockdowns das besondere Augenmerk auf die praktischen Aspekte der Jägerausbildung gelegt werden, die theoretischen Inhalte wurden dann bereits schon größtenteils vermittelt.

 

Wir möchten allen Beteiligten für ihr großes Engagement danken. Hier zeigt sich, dass unsere Jägerschaft auch in schwierigen Zeiten zusammenhält und wir uns aufeinander verlassen können.

 

Elisabeth Trimborn

Kreisjägerschaft Rhein-Sieg e.V.

im Februar 2021

ACHTUNG:

Neue Anschrift der KJS-Geschäftsstelle

Wir sind umgezogen.

Ab sofort erreichen Sie uns unter:

 

Kreisjägerschaft Rhein-Sieg e.V.

Auelsweg 22

53797 Lohmar

Telefon: 02246 / 9118844

info@kjsrheinsieg.de

 

Öffnungszeiten der Geschäftsstelle:

Montags von 18:00-19:00h

 

Information zum Corona-Virus

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mitglieder der Kreisjägerschaft,

 

wir haben in den letzten Tagen und Wochen die Entwicklung des Corona-Virus und seine Ausbreitung beobachtet. Die Zahl der daran erkrankten Personen steigt weiter, so dass das öffentliche Leben zusehends erlahmt. Wie man aus den Medien entnehmen kann, werden alle Veranstaltungen flächendeckend abgesagt.

 

Vor diesem Hintergrund hat sich der Vorstand der Kreisjägerschaft beschlossen, alle Veranstaltungen abzusagen.

 

Die ausgefallen Veranstaltungen werden zu gegebener Zeit nachgeholt.

 

Wir bedauern es sehr, diese Entscheidung treffen zu müssen und hoffen, hiermit der Verantwortung, die wir in der derzeitigen Situation allen Beteiligten gegenüber haben, gerecht zu werden.

 

Ich danke für Ihr Verständnis und wünsche uns allen, gesund und wohlbehalten durch die Krise zu kommen.

 

Elisabeth Trimborn

Die EU Datenschutz-Grundverordnung

DSGVO

Seit dem 25.05.2018 muss jeder Betreiber einer Internetseite eine Datenschutzerklärung zum Betrieb seiner Internetseite hinterlegen.

 

Die Kreisjägerschaft Rhein-Sieg (KJS) betreibt seine Internetseite im Kontext des Landesjagdverband NRW und somit gilt für die KJS dessen Datenschutzverordnung.

 

Diese Erklärung finden Sie ganz oben auf jeder unserer Seiten unter dem Stichwort "Datenschutz".

Nordrhein-Westfalen übernimmt Gebühren für die Untersuchung von Schwarzwild auf Trichinen

Damit wird eine Forderung des Landesjagdverbandes NRW im Rahmen der Präventionsmaßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) erfüllt.

 

Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann: „Wildschweinbejagung ist neben vielen anderen Maßnahmen ein wichtiges Instrument gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest“.

 

29. März 2018, Düsseldorf (Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen). Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt ab dem 1. April 2018 die bei den Kreisen und kreisfreien Städten anfallenden Untersuchungsgebühren für die Trichinenuntersuchung bei Schwarzwild. Für das Jahr 2018 werden die Kommunen gebeten, keine Gebühren von Jägerinnen und Jägern für die verpflichtende Untersuchung zu erheben. Bisher war nur die Trichinen-Untersuchung von Frischlingen von den Gebühren befreit.

 

„Das Ausbreitungsrisiko der Afrikanischen Schweinepest kann unter anderem durch die Bejagung von Wildschweinen minimiert werden. Da dies für die Jägerschaft einen zusätzlichen Jagdaufwand bedeutet, werden wir sie durch die Übernahme der Untersuchungsgebühr entlasten. Damit setzen wir außerdem einen Anreiz, die Bejagung auch dann aufrecht zu erhalten, wenn die Markpreise durch mehr Wildangebot sinken“, sagte Umwelt-Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann.

 

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich von Osteuropa weiter nach Westen aus. Expertinnen und Experten sind sich einig, dass ein Eintrag der Seuche am ehesten in die Wildschweinpopulation zu erwarten ist. 

 

(Pressemitteilung des LJV NRW)

NRW-Landwirtschaftsministerium hebt Schonzeiten für Schwarzwild auf

5. Januar 2018, Dortmund (LJV). Das NRW-Landwirtschaftsministerium hat per Erlass vom 4. Januar 2018 die Unteren Jagdbehörden gebeten, die Schonzeiten für alles Schwarzwild auf allen bejagbaren Flächen mit sofortiger Wirkung bis zum 31. März 2021 aufzuheben. „Die Schonzeit für Schwarzwild ist damit aus Gründen der Landeskultur i. S. von § 22 Absatz 3 BJagdG Satz 1 landesweit ganzjährig aufgehoben“, so das Ministerium.

Ausgenommen von dieser Schonzeitaufhebung sind nur Bachen mit gestreiften Frischlingen unter ca. 25 kg.

Das NRW-Landwirtschaftsministerium begründet diesen Schritt mit der aktuellen Entwicklung des ASP-Seuchengeschehens in Polen und Tschechien sowie mit sehr hohen Wildschäden auf landwirtschaftlichen Flächen, Sportanlagen sowie Grünflächen in befriedeten Bezirken.

Zugleich soll die Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung NRW kurzfristig ein Bejagungskonzept erstellen, um eine waidgerechte Jagdausübung sicherzustellen. 

Mit Schalldämpfer-Erlaubnis geht die jagdpolitische Wende in NRW weiter

Einsatz dient Gehörschutz von Jägern und Jagdhunden und ist ab sofort erlaubt – Knall bleibt aber hörbar

 

07. November 2017, Dortmund (LJV). Schalldämpfer sind für Jagdgewehre ab sofort in Nordrhein-Westfalen erlaubt. Der entsprechende Erlass des Innenministeriums an die Waffenbehörden findet die volle Unterstützung des Landesjagdverbandes. „Hier wird eine alte Forderung von uns endlich erfüllt“, sagte NRW-Jägerpräsident Ralph Müller-Schallenberg, „damit geht die jagdpolitische Wende im Land weiter.“ Innenminister Herbert Reul und Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking hatten zuvor mitgeteilt, dass mit der Entscheidung das Gehör von Jägern und Jagdhunden geschützt werden soll.

In anderen Bundesländern gilt diese Regelung bereits. Mit Schalldämpfer wird der Schussknall um etwa 20 bis 30 Dezibel reduziert, bleibt aber deutlich hörbar. Für das Gehör der Jäger und ihrer Hunde bedeutet der Erlass nun auch in NRW praktizierten Arbeits- und Tierschutz. Die Sicherheit Dritter wird durch den Einsatz von Schalldämpfern bei der Jagdausübung aber nicht gefährdet. Denn auch für sie bleibt der Knall, anders als in vielen Filmen dargestellt, auf weite Entfernung gut zu hören.

 

Der Landesjagdverband weist darauf hin, dass auch künftig keinen Schalldämpfer einsetzen muss, wer das nicht will oder kann. Nicht für jeden Waffentyp stehen Schalldämpfer zur Verfügung.

So gesehen Im Wald und auf der Heide …

… da findet der Jäger seine Freude, heißt es in einem alten Volkslied (Text 1816/Melodie 1827). Da wird von der Freude der Jagd, dem Beute machen und der Schönheit „auf Gottes freier Flur“ gesungen. Zu meinen Volksschulzeiten wurden solche Volkslieder sogar noch im Unterricht gesungen. Nun, das wird sich gelegt haben, weil Liedgut schließlich viel einfacher vom Smartphone als aus der eigenen Kehle kommt.

 

Was hat das alte Lied nun mit einem Text an dieser Stelle zu suchen? Die Lösung ist recht einfach: Da fahre ich morgens durch Lohmar Richtung Siegburg. Etwa auf Höhe der Firma Walterscheidt sehe ich einen jungen Mann auf dem Fußweg Richtung Ortsmitte gehen. Na nu, denke ich, der trägt ja zum einen Grün, hat ein Hütchen auf dem Kopf und in der Hand einen dreibeinigen Schießstock. Den benutzen Jäger, um sauber und sicher ihr Wild erlegen zu können. Und siehe da, auf dem Rücken trug er nicht nur einen Rucksack, sondern auch sein sorgsam verpacktes Gewehr.

 

Wie weit der Jüngling (er muss schon mindestens 18 Jahre alt sein, sonst dürfte er sein Gewehr nicht transportieren) noch nach Lohmar hineingehen musste, ist unbekannt. Aber Mut hat der coole Typ. Werden Jäger doch häufig angepöbelt und mit Schmähungen überzogen. Dabei nimmt die Zahl junger Menschen, vor allem junger Frauen, die sich der schwierigen Jägerprüfung unterziehen, immer weiter zu. Sie wollen mehr über die Zusammenhänge in Feld und Flur wissen und auch ihr Fleisch selbst erbeuten. Oder sich gar im Winter den Fuchsbalg nutzbar machen und sich ihn um den Kragen hängen.

 

Was insgesamt Sinn macht angesichts von Massentierhaltung oder Eierskandalen. Jäger wissen, wo ihr Fleisch herkommt. Da möchte ich dem jungen Jägersmann und nicht nur dem zurufen „auf, auf zum fröhlichen Jagen, auf in die grüne Heid“. Was übrigens auch ein altes Volkslied ist.

 

Hanjo Wimmeroth (für General-Anzeiger, Bonn)

Aktuelles und Historisches zum Wald-Wild-Konflikt

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Der Streit von Jägern auf der einen Seite und Förstern sowie Waldbesitzern auf der anderen Seite, ob es denn zu viel Schalenwild im Wald gibt, ist keineswegs neu. Die Idee, die Waldbewirtschaftung näher an die natürlichen Prozesse zu binden, hat mit Alfred Möller und seiner Dauerwaldbewegung bereits vor 100 Jahren Diskussionen ausgelöst. Wenn also heute die Forstwirtschaft sich auf macht, diesen Ideen mehr Raum zu verschaffen, darf die Wildfrage nicht außer Acht gelassen werden. Ein Mehr an Baumartenvielfalt und Naturverjüngung ist nur mit angepassten Wildbeständen möglich. Was Jäger und Waldbesitzer aber immer noch vernachlässigen: vom naturnahen Wald profitiert auch das Wild und mehr miteinander zu reden ist besser, als nur übereinander zu schimpfen. Dr. Hanns Noppeney und Dr. Norbert Möhlenbruch haben sich in Wort und Bild dem Thema gewidmet. Den Beitrag finden Sie unter der Rubrik Wildfotografie. Viel Spaß beim Lesen.

Elisabeth Trimborn

Artenschutzförderungen für Grün- und Ackerland erhöht

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Die Mittel für Pflege-und Gestaltungsmaßnahmen im Grün-und Ackerland wurden erheblich angehoben. Für Wiesen und Weiden können keine neuen Anträge angenommen werden, weil die Mittel von Kreis und Land bereits aufgezehrt sind, es sei, es handelt sich um Bereiche mit ausgewiesenem Naturschutz. Die Biologische Station Eitorf, in dessen Trägerverein auch unsere KJS ist, sucht aber weitere Flächen im Ackerland. Dort sind Maximalprämien von 1900 Euro je ha möglich ohne dass besondere Schutzausweisungen vorliegen oder ausgesprochen werden. Maßnahmen, die auch dem Niederwild dienen, sind ausdrücklich gesucht. Haben Sie also selber Flächen oder können sie einen Landwirt in ihrem Revier dafür werben, sollten sie sich unmittelbar an Herrn Weddeling von der Biologischen Station Tel 02243 847906 wenden.

 

Dr. Norbert Möhlenbruch
Obmann Naturschutz

Wald schützen und Waldbesitzer stärken

Bundesminister Schmidt bringt neues Wald- und Jagdgesetz auf den Weg.

 

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt erklärte dazu: "Unsere Maxime heißt schützen und nützen. Der Wald bringt uns wirtschaftliche Erträge und Erholung, dient dem Klimaschutz und beherbergt eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Mit dem neuen Gesetz haben wir es geschafft, insbesondere die Bewirtschafter kleinerer Waldflächen bei der nachhaltigen Waldbewirtschaftung zu unterstützen. Mein Ziel ist die Stärkung insbesondere der Besitzer kleinerer Wälder und die Sicherung einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Jagd."

 

Die geplante Änderung des Bundeswaldgesetzes trägt dafür Sorge, dass den Waldbesitzern bei den der Holzvermarktung vorgelagerten forstlichen Dienstleistungen (z.B. Markierung der Bäume) eine qualifizierte Beratung auch durch staatliche Förster angeboten werden kann. Die Bewirtschafter von kleineren Waldflächen unterstützt das geplante Gesetz dabei, eigenverantwortlich die mit der nachhaltigen Waldbewirtschaftung verknüpften Gemeinwohlleistungen zu erbringen. Der Gesetzentwurf betont ausdrücklich die Bedeutung des privaten Waldbesitzes sowie der Forstbetriebsgemeinschaften für die Daseinsvorsorge im Cluster Forst und Holz.

 

Mit den Änderungen des Bundesjagdgesetzes setzt das BMEL unter anderem seine Vorstellungen für eine Minimierung des Bleis in Jagdmunition um, die gleichzeitig Anforderungen des Tierschutzes berücksichtigen. Zusätzlich werden die Inhalte der Jägerausbildung und der Prüfung an zeitgemäße Anforderungen angepasst.

 

Die Ressortabstimmung über den Entwurf zur Änderung des Bundeswaldgesetzes (BWaldG) und des Bundesjagdgesetzes (BJagdG) ist abgeschlossen.

 

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung geht noch heute in die Länder- und Verbändebeteiligung. Für Mitte März sind die Anhörungen der Länder und Verbände geplant. Anschließend ist die Befassung durch das Bundeskabinett und die Einleitung des Gesetzgebungsverfahrens vorgesehen.