Die häufigsten Eulen in unsere Umgebung
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Der Steinkauz steinkauz

Größe: 21-23 cm
Gewicht: 150-225 gr
Spannweite: 54-58 cm
Aussehen: Männchen und Weibchen sind voneinander nicht zu unterscheiden Der Steinkauz ist eine kleine, gedrungene und kurzschwänzige Eule mit flachem Oberkopf, großen gelben Augen und weißen Streifen über den Augen, die wie Augenbrauen wirken. Oberseits ist er dunkelbraun mit hellen Flecken. Das Brustgefieder ist gelblichweiß mit dichten braunen Längsflecken. Die Beine sind weißlich befedert. Der Steinkauz kann ein Alter von 15 Jahren erreichen.
Verhalten: Im Gegensatz zu den meisten anderen Eulen ist der Steinkauz häufig auch am Tage zu beobachten. Er sitzt gerne in der Sonne und jagt oft auch schon am Nachmittag. Hauptsächlich ist er jedoch von Sonnenuntergang bis Mitternacht und in den frühen Morgenstunden unterwegs. Wird er aufgeregt, knickst und verbeugt er sich in schneller Folge und gleicht einem kleinen Kobold, was ihm im Volksmund die Namen Quäkerle, Klawittchen und Wichtl eingebracht hat. 
Nistplatz: natürliche Höhlen in Bäumen, Mauernischen in Gebäuden oder Felsen, auch nistkästen werden gerne genommen.
Eiablage: im April/Mai werden 3 - 7 Eier gelegt. 
Jungenaufzucht: Nach einer Brutzeit von 24 - 28 Tagen verbleiben die Jungen 30 - 35 Tage im Nest. Etwa 1 Woche nach Verlassen der Bruthöhle können sie fliegen. Sie werden jedoch noch weitere 5 Wochen von den Eltern versorgt, bis sie das elterliche Revier verlassen.
Nahrung: vorwiegend größere Insekten, aber auch Mäuse und Kleinvögel
Vorkommen: Der Steinkauz bevorzugt offenes und ebenes Gelände. Der ideale Lebensraum sind daher Kopfweidenbestände, Parkanlagen, Feldgehölze und Obstgärten mit alten Baumbeständen in offener Landschaft.
Wissenswertes: Der Steinkauz galt früher als Unglücks- und Todesvogel. Sein gellender "kuwitt"-Ruf wurde als "Komm mit" gedeutet und so kündete seine Stimme Tod und Verderben.
Gefährdung: stark gefährdet, da die Bestände immer weniger werden durch Rodung alter Obstbäume und Kopfweiden. Durch den Verlust der Brutplätze und Tageseinstände und auch der Nahrungsgrundlage geht der Steinkauzbestand drastisch zurück. 

 

 

Die Zwergohreule zwergohreule

Größe: 19-20 cm
Gewicht: 80-120 gr
Spannweite: 53-63 cm
Aussehen: Die Zwergohreule ist die kleinste Ohreule etwas größer als der Sperlingskauz, jedoch kleiner und schlanker als der Steinkauz. Durch das grau-braune Gefieder ist sie am Tagesruheplatz gut geschützt und kaum zu entdecken.. Die Zwergohreule ist auf den Flügel graubraun, am Bauchgefieder hellgrau gefärbt, jeweils mit feinen dunklen Längsstreifen. Die Federohren sind relativ kurz und werden häufig angelegt. Die Augen sind gelb, der Schnabel grau. Die Zehen sind nicht befiedert. Die Flügel sind auffallend lang, der Schwanz ist relativ kurz. Die Lebenserwartung der Zwergohreule liegt im Freiland bei mindestens 6 Jahren. In Gefangenschaft kann sie mindestens 12 Jahre alt werden. Verhalten: Die Zwergohreule ist ausschließlich dämmerungs- und nachtaktiv, vorwiegend vor Mitternacht. Nachzuweisen ist sie vor allem durch die auffallenden monotonen, nächtlichen Reviergesänge von April bis Juni.
Nistplatz: Die Zwergohreule ist Höhlenbrüter. Als Brutplatz dienen natürliche Baumhöhlen, alte Spechthöhlen, Mauerlöcher und auch Nistkästen. 
Eiablage: Von April bis Juni werden 3-7 Eier gelegt, die ab dem 3.Ei bebrütet werden. Jungenaufzucht: An die Brutdauer von 23-26 Tagen schließt sich eine Nestlingsdauer von 21-29 Tagen an. Das Weibchen brütet und füttert die Jungen, bis sie 18 Tage alt sind. Danach jagen beide Eltern gemeinsam und versorgen die Jungen. Diese sind erst im Alter von 33 Tagen voll flugfähig und werden noch 4-6 Wochen von den Eltern betreut.
Nahrung: Insekten, Kleinvögel, Reptilien, Mäuse
Vorkommen: Die Zwergohreule siedelt in warmer und trockener, abwechslungsreicher Landschaft mit alten Bäumen. Sie bewohnt Obstgärten, Parkanlagen, Feldgehölze und Randzonen lichter Laubwälder. In neuerer Zeit brütet der Vögel auch in Deutschland. Sie ist hier ein Zugvogel, der in der Savannenzone Afrikas überwintert.
Gefährdung: Durch die Landwirtschaft und den damit verbundenen Vernichtung von großen Insekten, der Nahrungsgrundlage der Zwergohreule, geht der Bestand zurück. Stark gefährdet. 

 

 

Die Waldohreule waldohreule

Größe: 35-37 cm
Gewicht: 200-400 gr
Spannweite: 90-100 cm
Aussehen: Besondere Merkmale der Waldohreule sind die orangegelben Augen und die langen Federohren, die jedoch im Flug und im Ruhezustand ganz angelegt werden können. Die Oberseite der Waldohreule ist gelblichbraun mit graubrauner Sprenkelung und Marmorierung. Das Bauchgefieder ist hell rostgelb mit kräftigen dunklen Längsstreifen und feiner Querbänderung. Die hellen Flügelspitzen haben mehrere dunkle Querbänder. Die Waldohreule kann mit der Sumpfohreule verwechselt werden, von der sie sich aber durch die großen Federohren und die Augenfarbe (bei der Sumpfohreule braunschwarz) unterscheidet. Im Vergleich mit dem rundköpfigen Waldkauz ist die Waldohreule etwas kleiner, langflügeliger und vor allem schlanker.
Verhalten: Sie ist vor allem dämmerungs- und nachtaktiv. Am Tage ruht sie in dichtem Laubwerk oder schlank aufgerichtet auf einem Ast nahe am Baumstamm. Die Bettelrufe der Ästlingsjungen ähneln dem Fiepen von Rehkitzen.
Nistplatz: Die Waldohreule brütet meist in Sträuchern oder Bäumen, bevorzugt in Krähen- oder Elsternestern. Sie führt in der Regel nur eine Saisonehe. Paarbildung und Balz beginnen meist Mitte Februar. 
Eiablage: Die Ablage von 4 - 8 Eiern erfolgt im März/April Jungenaufzucht: Nach einer Brutdauer von 27 - 28 Tagen folgt eine Nestlingszeit von etwa 20 Tagen. Nach 2 Wochen Ästlingszeit können die Jungen gut fliegen, werden jedoch noch weitere 5 - 6 Wochen von den Eltern versorgt..
Nahrung: kleine Nagetiere wie Mäuse, manchmal Vögel
Vorkommen: Die Waldohreule bewohnt aufgelockerte Landschaften mit Wald und Gehölzen. Sie kommt auch in menschlichen Siedlungen, in Gärten, Stadtparks und auf Friedhöfen vor. Während des Winters finden sich oft in städtischen Parks größere Ansammlungen von Waldohreulen, die gemeinsam übernachten.
Gefährdung: Die Waldohreule kann in freier Natur ein Alter von bis zu 28 Jahren erreichen. Sie ist etwa so häufig wie der Waldkauz. Die Waldohreule ist gefährdet durch schneereiche Winter und Unfälle im Straßenverkehr. Nicht gefährdet. 

 

 

Der Waldkauz Junger-Waldkauz

Größe: 37-39 cm
Gewicht: 400gr (Männchen)-500 gr (Weibchen)
Spannweite: 95-100 cm
Aussehen: Männchen und Weibchen sehen gleich aus. Das helle Brustgefieder hat eine dunkle Längsstreifung mit schwächeren Querstreifen. Besonders auffällig für den Waldkauz ist der große runde Kopf mit den schwarzen Augen und einem ausgeprägten Schleier Die Federohren fehlen. Er ist größer als die Schleiereule und hat dunkleres, rostbraunes bis graubraunes Gefieder, besonders an Gesicht und Rücken. Verhalten: Der Waldkauz ist streng nachtaktiv und ist erst in der späten Dämmerung zu sehen. In der Abenddämmerung lässt sich der Waldkauz durch „Mäuseln“ nahe heranlocken.
Nistplatz: Der Waldkauz lebt in Dauerehe und ist reviertreu. Er brütet bevorzugt in Baumhöhlen, zum Teil jedoch auch in ungestörten Winkeln von Gebäuden (Dachböden, Kirchtürme, Scheunen, Ruinen) sowie in Nistkästen.. 
Eiablage: Mitte März mit der Eiablage von 3 - 6 Eiern Jungenaufzucht: An eine Brutdauer von 28 - 29 Tagen schließt sich eine Nestlingszeit von 4 - 5 Wochen an. Die noch nicht ganz flugfähigen Jungen verlassen dann das Nest. Sie werden noch 8 - 10 Wochen von den Eltern weiterbetreut, bis sie dann etwa Anfang August selbstständig sind.
Nahrung: Mäuse, Ratten, Vögel, Insekten, Frösche und Würmer Vorkommen: Der Waldkauz besiedelt abwechslungsreiche Landschaften mit Bäumen und Wäldern, oft in der Nähe von Gewässern. Ebenso ist er in Parkanlagen, Gärten mit altem Baumbestand und auf Friedhöfen zu finden, nicht selten auch in Dörfern und Städten. Der Waldkauz ist ein häufiger Brutvogel in Mitteleuropa. 
Interessantes: Der Waldkauz kann in der freien Natur bis zu 18 Jahre, in Gefangenschaft bis zu 27 Jahre alt werden. Der Reviergesang des Männchens ist ein schauriges "huu-huhuhu-huu". Dieses wird häufig in Filmen eingespielt, um Gruselstimmung oder Spannung zu erzeugen. 
Gefährdung: keine 

 

 

Der Uhu uhu

Größe: 60 – 75 cm
Gewicht: 2kg (Männchen) – 3,5 kg (Weibchen)
Spannweite: 160-185 cm
Aussehen: Der Uhu ist fast so groß wie ein Steinadler. Er wird deswegen auch der "König der Nacht" genannt. Das Weibchen ist deutlich größer als das Männchen. Er hat auffällige Federohren und leuchtend orangegelbe Augen. Das Gefieder ist rostbraun mit dunkler Längs- und Querstreifung. Das Brustgefieder ist heller als der Rücken. Die Beine sind bis zu den Krallen hellbraun befiedert. Der Uhu kann in der freien Natur mindestens 19 Jahre alt werden, in Gefangenschaft sogar bis zu 60 Jahren. 
Verhalten: Der Uhu ist vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Zur Zeit der Jungenaufzucht jagt er jedoch auch am Tage. Er lebt in Dauerehe.
Nistplatz: Auf Felsen, in Höhlungen und alten Greifvogelhorsten
Eiablage:
Eiblage erfolgt im Februar/März. Das Weibchen legt 2-5 Eier, die es allein bebrütet und vom Männchen versorgt wird..
Jungenaufzucht: Nach einer Brutdauer von 32 - 36 Tagen folgt eine Nestlingszeit von 30 - 45 Tagen. In den ersten 14 Tagen werden die Jungen vom Weibchen beschützt, dannach beteiligt es sich an der Jagd. Mit etwa 8 Wochen können die Jungen fliegen, sie werden aber noch gut 3 Monate von den Eltern betreut.
Nahrung: Mäuse, Ratten, Igel, Hasen, Kaninchen, Rehkitze, Füchse, größere Vögel bis hin zu Greifvögeln Vorkommen: Der Uhu bewohnt reich gegliederte Landschaften mit bewaldeten und offenen Flächen, gern auch in der Nähe von Gewässern und ist sehr standorttreu. 
Gefährdung: Er ist ein seltener Brutvogel. Er kommt im wesentlichen in den Mittelgebirgen und den Alpen vor. Durch Verfolgung durch den Menschen früher war der Uhu fast ausgestorben. Durch Auswilderung in Gefangenschaft gezüchteter Uhus konnte er jedoch in Deutschland erfolgreich angesiedelt werden. Heute gibt es bundesweit ca. 850 Paare. Hauptursachen für seine Gefährdung sind vor allem Unfälle an Stromleitungen sowie im Schienen- und Straßenverkehr.
Wissenswertes: Der Uhu wurde früher regelmäßig zur "Hüttenjagd" auf Krähen und Greifvögel verwendet. Dabei machte man sich das Verhalten der Tagvögel zunutze. Treffen die bei Tage auf eine Eule, so beschimpfen sie diese. Man setzte den Uhu auf einen Pflock. Von einem Versteck ("Hütte") aus schoss man die herbeikommenden Krähen ab, die auf den Uhu hassten. Diese Art der Jagd ist aus Tierschutzgründen inzwischen verboten. 

 

 

Die Sumpfohreule sumpohreule

Größe: 37 - 39 cm
Gewicht: Weibchen bis 420gr, Männchen bis 350 gr.
Spannweite: 95 – 110 cm
Aussehen: Männchen und Weibchen sehen gleich aus. Das Bauchgefieder der Sumpfohreule ist gelblichweiß mit dunkelbraunen Längsstrichen, die von der Brust zum Bauch hin weniger werden. Die Oberseite ist lehmfarben mit einem groben dunklen Fleckenmuster. In dem hellen Gesichtsschleier sind die Augen mit ihrer gelben Iris dunkel umrandet und verleihen der Eule ein diabolisches Aussehen. Verhalten: Die kleinen Federohren werden nur bei Erregung aufgestellt und sind daher selten zu sehen. Der Flug der Sumpfohreule schaukelnd und gleitend. Gelegentlich rüttelt sie auch. Wie der Steinkauz jagt die Sumpfohreule regelmäßig auch am Tag. Die Ruhepausen verbringt die Eule in Deckung, bevorzugt am Boden.
Nistplatz: Die Sumpfohreule ist Bodenbrüter. Sie brütet in offenem Gelände mit niedriger, aber dichter Vegetation, vor allem in Mooren. In einer Mulde am Erdboden baut sie ein Nest aus trockenen Halmen. Eiablage: je nach Wühlmausangebot werden 4 - 10 Eier gelegt, die vom Weibchen allein 26 - 29 Tage bebrütet werden, während das Männchen für Nahrung sorgt.
Jungenaufzucht: Bereits mit 15 - 17 Tagen verlassen die Jungen das Nest und zerstreuen sich in die nähere, deckungsreiche Umgebung, wo sie von beiden Eltern versorgt werden. Sie können aber erst mit 4 - 5 Wochen fliegen.
Nahrung: vorwiegend Wühlmäuse, aber auch andere Mäuse und Kleinvögel
Vorkommen: Die Sumpfohreule lebt hier in offenen, auch feuchten Landschaften mit niedriger und gleichzeitig deckungsreicher Bodenvegetation wie in Mooren, Feuchtwiesen, Heiden oder Dünen. Im winter kommen sie als Zugvögel aus dem Norden und Osten Europas zu uns.
Gefährdung: Ursprünglich war die Sumpfohreule in den Moorgebieten der norddeutschen Tiefebene häufig anzutreffen. Durch Entwässerung von Feuchtgebieten sowie Kultivierung von Heide- und Dünenlandschaften wurde der Sumpfohreule jedoch die Lebensgrundlage entzogen, sodass sie in ihrem Bestand stark gefährdet ist. In der "Roten Liste" der BRD ist sie in die Kategorie "vom Aussterben bedroht" eingestuft. 

 

 

Die Schleiereule Schleiereule

Größe: 33 - 38 cm 
Gewicht: Weibchen 340 g Männchen 315 g. 
Spannweite: 85-93 cm
Aussehen: Männchen und Weibchen sind voneinander nicht zu unterscheiden. Besonders auffallend für die Schleiereule sind die schwarzen Augen und der typische herzförmige Gesichtsschleier, nach dem sie ihren Namen hat und durch dessen Form und Farbe sie leicht von allen anderen Eulen zu unterscheiden ist. Der Gesichtsschleier ist veränderlich und die Schleiereule kann damit richtige Grimassen schneiden. Die Schleiereule sehr hell, an der Unterseite weiß bis gelbweiß ohne Flecken. Das Brustgefieder ist rostgelb mit dunklen Punkten. Die Eule hat lange, leicht x-förmige Beine. Im Flug wirkt die ganze Unterseite sehr hell. Die Schleiereule kann in der freien Natur ein Alter von bis zu 22 Jahren erreichen.
Verhalten: Die Schleiereule jagt nur bei Dunkelheit. Sie ist die nächtlichste aller Eulen. Nistplatz: Die Schleiereule lebt meist in Dauerehe. Sie brütet in Gebäuden in ruhigen, dunklen Nischen, wie in Dachböden, Scheunen, Kirchtürmen und Ruinen. 
Eiablage: im April/Mai werden 3 - 12 länglich-ovale Eier gelegt. 
Jungenaufzucht: Nach einer Brutdauer von 30 - 34 Tagen bleiben die Jungen noch 60 - 70 Tagen im Nest. Mit etwa 9 Wochen sind die Jungen flügge und verlassen mit 3 Monaten das elterliche Revier. Die Schleiereule lebt in enger Nachbarschaft zum Menschen. Zur Jagd auf Feldmäuse braucht sie Felder, Obstwiesen und Weiden. Sie meidet Gebiete, in denen an mehr als 40 Tage Schnee liegt. 
Nahrung: Mäuse, seltener Kleinvögel
Wissenswertes: Die Schleiereule kann in der freien Natur ein Alter von bis zu 22 Jahren erreichen. Die Schleiereule trägt eine Reihe treffender Beinamen, die sich auf Vorkommen, Aussehen oder Stimme beziehen. So wird sie im Volksmund auch als Kircheule, Turmeule, Herzeule oder Schnarcheule bezeichnet. Im deutschen Volksglauben galt sie früher als Hexen- und Teufelsvogel, der Feuer, Blitzschlag und Tod verkündete. Um sich davor zu schützen, wurde die "Feuer- und Flammeneule" noch bis ins 20. Jahrhundert mit ausgebreiteten Flügeln an Scheunen- und Hoftore genagelt. Gleichzeitig sollte die tote Eule so das Hausgeflügel vor dem Zugriff des Habichts oder anderer Tiere bewahren.
Gefährdung: Stärkere Bestandsschwankungen entstehen bei der Schleiereule durch Nahrungsmangel, Abnahme der Brutgelegenheiten Unfälle an Strommasten sowie im Strassen- und Schienenverkehr. 

 

 

Der Sperlingskauzsperlingskauz_01

Größe: 16-17 cm
Gewicht:
Weibchen 70 gr Männchen 50 gr.
Spannweite: 34-35 cm
Männchen und Weibchen sind voneinander nicht zu unterscheiden. Kleinste Eule Europas!

Aussehen: der Sperlingskauz hat einen flachen, aber breiten Kopf ohne Federohren. Über den kleinen gelben Augen befindet sich weiße „Augenbrauen“. Das Gefieder ist an Oberseite und Kopf braun mit kleinen weißen Flecken, an der Unterseite weiß mit schmalen braunen Längsstreifen. Der braune Schwanz hat 5 schmale weiße Querstreifen und ist deutlich länger als die Flügelspitzen. Bei Erregung wippt er mit dem Schwanz seitwärts hin und her und hoch und herunter. Der Sperlingskauz kann ein Höchstalter von 7 Jahren erreichen.
Nistplatz:
in Baumhöhlen, meist von Buntspecht oder Dreizehenspecht Eiablage: Anfang April bis Mitte Mai legt das Weibchen im Abstand von 2 Tagen 4-6 Eier, die es ab dem letzten Ei 28-30 Tage bebrütet.
Jungenaufzucht: Das Männchen sorgt für das Futter, das das Weibchen außerhalb der Höhle entgegennimmt und dann an die Jungen verfüttert. Nach der Fütterung reinigt das Weibchen die Bruthöhle von Nahrungsresten und Gewöllen. Am Fuß des Brutbaumes bildet sich ein Müllhaufen, ein Zeichen für die Brut. 21-25 Tage nach dem Schlüpfen sieht man die Jungen am Einflugloch, nach 31-34 Tagen fliegen sie aus. Danach werden sie noch weitere 4 Wochen von den Eltern versorgt.
Nahrung: Mäuse und Kleinvögel, gelegentlich Insekten; Der Sperlingskauz speichert geschlagene Beutetiere als Vorrat für Tage mit schlechtem Wetter, besonders auch während der Brut und im Winter in separaten Höhlen. Vorkommen: In Deutschland in den Alpen Gefährdung: Der Bestand ist vorwiegend durch Veränderung und Zerstörung des Lebensraumes gefährdet. Nistkästen werden nur selten angenommen.

(Angelika Bornstein)